Insecta Urbanica Forschung

Das Entdecken, Bestimmen und Einordnen neuer Arten in die Systematik bildet den Grundstock der Insecta Urbanica Forschung. Antworten erhoffen die Wissenschaftler auf die Frage, wie sich eine solch komplexe Tierordnung innerhalb weniger Jahrhunderte herausbilden konnte. Die Spur führt zu einer beschleunigt abgelaufenen Entwicklung. Bahnbrechende Erkenntnisse in der Evolutionsbiologie werden tagtäglich erwartet.


Morphologie- und Abstammungstafeln sind zusammen mit dem Datenbogen  und dem „Feldhandbuch zur Bestimmung der Arten“ (unter Insecta-Urbanica Presse) unverzichtbare Tools für eine erste grobe Familienzuordnung.


Feldforschung
Neben dem Aufspüren neuer Arten gehören auch Lautaufzeichnungen und genaue Beobachtungen am Entdeckungsort zum fundierten arbeiten. Rechts ein Daten-Aufnahmebogen, daneben Artschilder um Funde zu kennzeichnen.


Neufunde ...

werden nicht nur untersucht , benannt und dokumentiert. Von jeder Art werden auch Zeichnungen angefertigt.


Versuche
Erst am Forschungsplatz können einfache Tests mit

den Insecta durchgeführt werden. Dazu gehören auch Kraft- und Ausdaueraufgaben.

Aus einem Interview von 2011
... Sie entdecken und klassifizieren die Arten  nicht nur, sie fertigen auch sehr präzise Verhaltensbeschreibungen an. Wie kommen die zustande?
IB: Meine Arbeit besteht nicht nur im Suchen und Klassifizieren. Habe ich ein unbekanntes Urbanica entdeckt, setze ich mich dazu und notiere genau, was es tut. Meist nehme ich das

Exem­plar anschließend mit in mein mobiles Labor und führe eine Reihe von kleinen Tests durch.
Was sind das für Tests?
IB: Naja, flugfähige Arten, wie diese große Art aus Papua müssen Loopings und Überschläge fliegen, dazu kommen einfache Kopfrechen­aufgaben und natürlich der Geschicklichkeits­parcours. Anschließend bringe ich die Tiere an ihren Fundort zurück. ...


Verbreitung
Die menschlichen Gesellschaften sind, mitsamt regional geprägten Bräuchen und Gewohnheiten, die Taktgeber für die Evolution der Insecta Urbanica und bestimmen auch deren Verbreitung. So findet man die Insecta (soweit bekannt) weltweit, allerdings haben die einzelnen Arten nur ein beschränktes Verbreitungs-
gebiet. Als besonders prägnantes Beispiel sei hier die „Bali-Sissi“ erwähnt. Sie gleicht in Farbe und Form den auf Bali gebräuchlichen Opferschalen. Aber was in ihrer Heimat Tarnung bedeutet, würde sie anderswo zu einem auffälligen Exoten und bevorzugten Ziel von Beutegreifern machen.

Bali-Sissi, Saltator saltator baliensis, Indonesien, Endemisch auf Bali
Bali-Sissi, Saltator saltator baliensis, Indonesien, Endemisch auf Bali
Weltweite Verbreitung der Insecta Urbanica anhand einer Schauinstallation dargestellt
Weltweite Verbreitung der Insecta Urbanica anhand einer Schauinstallation dargestellt
Buckelweißling, Leptosomus lilienthalensis turciae, Türkei
Buckelweißling, Leptosomus lilienthalensis turciae, Türkei
IQ 68, Flexus domaritum belgicum,Belgien
IQ 68, Flexus domaritum belgicum,Belgien

Systematisierung
Die Ordnung der Insecta Urbanica untergliedert sich in Gattung, Familie und Art. Sie sind mit deutschen und lateinischen Namen benannt. Oft beschreiben die Begriffe körperliche Merkmale oder Besonderheiten

im Verhalten der jeweiligen Art. Alle Urbanica, die außerhalb Deutschlands entdeckt wurden,
tragen einen dreiteiligen lateinischen Namen, wobei der letzte Teil ihr Herkunftsland benennt.

Blutjunker, Mobilitas bicolor
Blutjunker, Mobilitas bicolor
Gelber Ganove, Urbanicus geminus
Gelber Ganove, Urbanicus geminus

Die bewährte Ordnung der Präparate wird aus zoologischen Museen übernommen.

Säuberlich getrennt nach Familien, Gattungen und Arten.

 




Entwicklungsstadien
Die Eier und Puppen der verschiedenen Insecta-Arten sind sehr schwierig zu bestimmen. Oft gelingt dies nur per DNA-Analyse.

Niht näher bestimmte Insecta-Puppe
Niht näher bestimmte Insecta-Puppe