Der „Rote Faden“ in den Arbeiten von Ines Braun ist ihr fast wissenschaftliches Interesse an der Natur. So spielen „Forschen, Entdecken und Experimentieren“ eine

wichtige Rolle in ihren Arbeiten. Die Nähe zu Zoologischen Sammlungen kommt dabei nicht von ungefähr: Faszinierendes, Geheimnisvolles und Seltenes aus der Natur

bot immer schon Anlass zu Spekulationen aber auch zum Ergründen. Ines Braun folgt mit ihrer Kunst diesen Spuren, denn was vordergründig Altbekanntes vermuten

lässt, entpuppt sich beim genaueren Hinsehen als verwunschen und phantasievoll, unergründlich oder heiter.

 

Ines Braun bezieht ihr Arbeitsmaterial vom Flohmarkt, sie streift über Schrottplätze und nimmt Sperrmüllhaufen in Augenschein. „Sammeln, suchen und sortieren

sind für mich fast instinktive Verhaltensweisen geworden.“ erläutert sie. Diese Fundstücke – dem Überfluss unserer Wegwerfgesellschaft entstammend –

kombiniert und ergänzt sie zu überraschenden Hybriden, die  –  mit Texten versehen  –  Künder paralleler Welten sind.