Temporäre hüllen

"Temporäre Hüllen", Installation im Mittelrhein-Museum, Ausstellung "Bis keine Worte mehr sind"

Koffer, Röntgenaufnahmen, Licht, 2010


 

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„Gleich zwei hervorragende Künstlerinnen, die sich zudem noch intensiv mit der Geschichte des Mittelrhein-Museums auseinander gesetzt haben, bestreiten diese Ausstellung im historischen Gewölbekeller. Thematisch setzen sie sich mit Krieg und Zerstörung auseinander, denn davor war auch das Mittelrhein-Museum nicht gefeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg standen nicht viel mehr als die Grundmauern und die Fassade des Gebäudes.
Die große Installation Temporäre Hüllen von Ines Braun an der Rückwand lässt durch die versehrten Koffer und die von hinten beleuchteten Röntgenaufnahmen im weitesten Sinne an Flucht, Vertreibung und (Kriegs-) Verletzungen denken. Der Titel Temporäre Hüllen bezieht sich indes nicht nur auf die Koffer als Umhüllung für menschliche Habseligkeiten, sondern auch auf den menschlichen Körper als Umhüllung für ein Stück einmaliges Leben.

 

Aus der Eröffnungsrede von Dr. Dieter Marcos, Kunsthistoriker


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"Temporäre Hüllen". Installation im Kunstverein Rhein-Sieg, Siegburg, Pumpwerk, in der Ausstellung "Machenschaften", 2012